Das Mittelalter war die letzte große Zeit des keramischen Kochgeschirrs. Leichtmetall, Teflon und Gußeisen waren unbekannt und Kupfer eher ungebräuchlich. Töpfe, Schüsseln, Backformen und Siebe bestanden aus, teilweise glasiertem, Ton. Reiche Haushalte konnten sich Grapen, dreibeinige Töpfe aus Bronze oder genietete Plattenkessel leisten. Diese hingen dann an der Topfsäge, mit deren Hilfe man die Höhe und damit die Hitze regulieren konnte. Die Tontöpfe standen teils direkt in der Glut, auf eigenen Beinchen oder metallenen Dreibeinen, den sogenannten Pfannenhunden. Einziges Kochgeschirr aus Eisen war oft eine geschmiedete Pfanne. Ebenfalls aus Eisen waren Fleischgabeln und Grills.